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Kritiken

"Für mich persönlich war Karin Dornbusch‘s Spiel wie eine Offenbarung. Sie beherrscht alle Nuancen ihres Instruments und gibt ihm einen weichen blühenden Ton. In einer perfekten Dynamik entlockt sie der Klarinette Töne, die vom leisesten Flüstern bis zum stärksten Fortissimo reichen."
(Per-Anders Hellqvist, Göteborgs Posten 1995)

"Für eine überzeugende musikalische Gestaltung, einen starken persönlichen Ausdruck und ein offensichtliches Gefühl für Bühnenpräsenz."
(Citation for the 1996 Soloist Prize)

"Karin Dornbusch hat offensichtlich die Eigenschaften einer Preisgewinnerin. Persönlichkeit und Fingerspitzengefühl für alle Nuancen."
(Thomas Anderberg, Dagens Nyheter 1996)

"Sie hatte einen wunderschönen Ton und gestaltete das Stück sehr geschmackvoll. Seriosität, Stolz, Spielfreude und Liebe zu ihrem Instrument waren einige Bestandteile, die beigetragen haben, dass ihr Spiel so erstklassig war."
(John Lidström, Länstidningen, Södertälje 1996)

"Das Publikum geriet in Verzückung als Karin Dornbusch das Klarinettenkonzert von W.A Mozart vortrug. Ihr subtiler Ton begeisterte sowohl in tiefen wie in hohen Lagen. Das Legatospiel fliesst seidenweich selbst in den schnellsten Passagen."
(Seth Karlsson, Falukuriren 1996)

"Ihre erste CD offenbart jedem Hörer ihre aussergewöhnliche Begabung."
(Seth Karlsson, Södra Dalarnes Tidning 1996)

"Der Höhepunkt des Abends war das Klarinettenkonzert von Mozart, vorgetragen von der Solistin Karin Dornbusch. Sie beherrscht ihr Instrument souverän. Der Ton ist weich und warm. Das Adagio war von seltener Reinheit mit wunderschönen pianissimi. Das nachfolgende Rondo begeisterte durch Humor, Verspieltheit und Eleganz."
(Fride Jansson, Länstidningen, Nyköping)

"Eine wahre Perle!"
(Stig Jacobsson, Hifi & Musik 1996)

"Für einen Klarinettenliebhaber ist der Kauf der Debut-CD der 25-jährigen Karin Dornbusch ein Muss."
(Björn G. Stenberg, Upsala Nya Tidning 1996)

"Durch Karin Dornbusch’s Spiel erwacht die Klarinette gleichsam zu neuem Leben. Karin Dornbusch zeigt ein unerhört vielseitiges und lebendiges Verhältnis zu ihrem Instrument. Sie verstärkt dessen Eigenschaft sich schnell und rhythmisch zu bewegen, sie vertieft seine Fähigkeit auf einem Ton zu ruhen, als wäre dieser ein vollkommenes Musikstück."
(Hans-Gunnar Peterson, Svenska Dagbladet 1996)

"Karin Dornbusch beeindruckte mit einem persönlichen Spiel voller Virtuosität. Ihr gefühlvolles Spiel hob die verschiedenen Charaktere der einzelnen Sätze meisterhaft hervor. Ein sehr schönes Musizieren!"
(Lars Hedblad, Svenska Dagbladet 1997)

"Die Klarinettistin Karin Dornbusch, Preisträgerin 1996, kommt mit einer CD, die eine einmalige instrumentale Sicherheit demonstriert. Sie hat eine fast extreme Fähigkeit, den Klang des Instrumentes zu variieren und zu kontrollieren."
(Lennart Bromander, Arbetet 1997)

"...Karin Dornbusch, letztjährige Preisträgerin des prestigeträchtigen schwedischen Solistenpreises, spielte mit schwereloser Leichtigkeit und Eleganz, gleichzeitig verbunden mit einer absoluten klanglichen Dichte und Konsequenz in ihrem Klarinettenton"
(Lennart Bromander, Arbetet 1997)

"In allen Lagen und Nuancen hielt sie sich improvisatorisch prüfend und hatte ihre Technik unter Kontrolle, was vor allem bei den leisen lyrischen Teilen sehr zur Geltung kam. Man kann Karin Dornbusch’s Vortrag sehr wohl als geglücktes Meisterwerk betrachten."
(Carlhåkan Larsén, Sydsvenska Dagbladet 1997)

"Ihr ganzes Spiel strahlt vor Enthusiasmus, stupender Virtuosität und unglaublicher Brillance."
(P-G Bergfors, Göteborgs-Posten 1997)

"Schliessen Sie die Augen und geniessen Sie diese Interpretation."
(Mikael Widell, Dagens Industri 1999)

"...Die schnellen Passagen und Staccatoläufe "sitzen" tadellos, die Tiefe Lage der Klarinette erfüllt sie mit bohrender Intensität, die hohen Töne perlen mühelos dahin..."
(Siegfried Schibli, Basler Zeitung 1999)

"..das Spiel der Solistin bestach durch Sicherheit, geschmeidige Elastizität und kluge Ökonomie im gestalterisch-technischen Bereich. Ein durch seinen Klangsinn wärmendes und vollkommenes Werk hatte eine adäquate Wiedergabe erfahren. Der Applaus steigerte sich zu rhythmischem Klatschen."
(Paul Schorno, Basel Landschaftliche Zeitung 1999)



Interview

Interview Baslerstab 2. Juni 2003

Karin Dornbusch
«Extremes ausprobieren»

Die Klarinettistin über die Notwendigkeit, Grenzen zu überschreiten.
Karin Dornbusch gewann 1996 als erste Preisträgerin den BOG-Förderpreis.

Karin Dornbusch, Foto: Elena Monti«Mir war sehr früh klar, dass ich im Leben etwas mit Musik zu tun haben will. Ich bin in Schweden in einer Sängerfamilie gross geworden. Nach dem Besuch des Musik- Gymnasiums in Stockholm kam ich nach Berlin an die Hochschule der Künste. Dieser Aufenthalt hat mich sehr geprägt.»
Karin Dornbusch lebt seit etlichen Jahren in Basel und hat hier an der Musik- Akademie das Solistendiplom erworben. 1996 gewann sie als erste Preisträgerin  den Förderpreis der BOG für junge Musiker.
«Als Kind habe ich Klavier gespielt und vor allem viel gesungen. Dass meine Wahl später auf die Klarinette fiel, war eher Zufall. Aber die Tonbildung auf der Klarinette, die eine starke Affinität zum Gesang besitzt, könnte meine besondere Nähe zum Instrument erklären.”

Fleiss wichtiger als Talent
Die junge Künstlerin, deren äussere Erscheinung bilderbuchhaft dem Urbild einer Schwedin entspricht, reflektiert auf fundierte und wortgewandte Art über das, was mit ihrem Beruf und dem Dasein als Künstlerin zusammenhängt. Zum Beispiel über das Üben und die Voraussetzungen, Berufsmusikerin zu werden.
«Wenn man das wirklich werden will, benötigt man Kraft und Willen. Die Begabung ist oft der kleinere Teil, entscheidender ist der Fleiss.» Und sie fährt nach kurzem Nachdenken fort: «Man muss übertreiben, an Grenzen gehen können, um dann zu reduzieren. Extremes ausprobieren ist jedoch eine Notwendigkeit.»

Ungeheure Anspannung
Karin Dornbusch strebt nicht unbedingt eine Anstellung in einem Orchester an. Sie tritt solistisch auf, liebt aber auch das Zusammenspiel in einem Kammermusik-Ensemble und unterrichtet gerne. «Ich nehme die Kinder in jeder Hinsicht ernst, traue ihnen etwas zu und bin aus Verantwortungsgefühl heraus streng und konsequent.»
Dornbusch zum Konzertieren: «Das braucht Nerven und bedeutet eine ungeheure Anspannung. Während des Spielens vergesse ich Zeit und Raum. In erster Linie trage ich ja ein Stück vor, kann jedoch viel von meiner Persönlichkeit mitgeben und Gefühle verströmen lassen, ohne dass das Publikum weiss, wer ich bin.» Dass die Zuhörer alles auf ihre Weise erleben und interpretieren, sei das Schöne an der Musik.

Paul Schorno